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 Betreff des Beitrags: Motorproblem/Verschleiß bei 60 tkm
BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 10:02 
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Vespa: 300 GTS, XJR 1300
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Hallo an die Gemeinde,

ich zieh mal den Publikumsjoker.

Problem: GTS 300, Bj. 2010, knapp 60 tkm, alle Inspektionen, schwächelt motormäßig (schlechte Kompression, Vmax 110 km/h, Geräusche trotz Rollen- und Riemenwechsel). Vermutlich Zylinder/Kolbenverschleiß, evtl. Ventilsitze, Ventile.

Lt. Bucheli-Reparaturanleitung Lebensdauer dieser Teile ca. 40 tkm, also müsste da in jedem Fall etwas getan werden.

Fahrzeug hat Rost, aber nächster TÜV (8/18) dürfte kein Problem sein.
Fahrzeug wird ganzjährig gefahren, ca. 10 tkm p.a.
Lösungsmöglichkeiten:

a) Ersatz Kolben/Zylinderkopf Original, ca. 600 Euro Materialkosten
b) Ersatz Kolben/Zylinderkopf Malossi 282 ccm, ca. 800 Euro Materialkosten
c) Ersatzmotor komplett mit geringer Fahrleistung, ab ca. 1.000 Euro Materialkosten
d) Fahrzeug billig abstoßen?

Was würdet Ihr machen, bin für jeden Tipp und für jeden Erfahrungsbericht dankbar.

Und schon im Voraus für jede Antwort ein herzliches Dankeschön!


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BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 10:08 
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Du fragst nach meiner Meinung!

Ich würde mich bei dieser Fahrleistung eher für etwas neueres entscheiden. Grund: Laufleistung ist doch schon hoch, auch wenn vllt noch einmal die selbe Leistung geht. Die Frage ist, ob du bereit bist, Geld in die Hand zu nehmen mit der Option, dass mögliche Probleme noch nicht behoben sind oder neue auftauchen. :unwissend:

Natürlich ist man mit einem neuen Fahrzeug nicht sicher, dass nichts passiert, aber 2 Jahre Garantie geben zumindest etwas Sicherheit.

Ein Stück weit spielt da sicher auch noch die emotionale Bindung mit hinein, 60000 km sind einige gemeinsame Erlebnisse ;)

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BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 10:11 
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BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 10:23 
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Das sind alles Spekulationen solange du nicht zu 100% sicher bist was kaputt ist.

Woher weißt du das Kompression fehlt? Wie wurde gemessen und wie viel bar wurden gemessen?

Mögliche Ursachen für fehlende Kompression:

Ventile zu stramm eingestellt
Kopfdichtung kaputt
Kolbenringe verschlissen
Zylinder und Kolben verschlissen
Steuerzeiten vorstellt
Steuerkette gelängt
Führungsschiene steuerkette verschlissen, Kettenspannung zu lasch, kette übergesprungen

Wenn ich länger nachdenke fällt mir bestimmt noch was ein.

Fehlende Leistung und Geräusche können genauso gut von einem defekten getriebelager / Radlager oder schleifender bremse kommen.

Die Motoren sind sehr haltbar, solange man den ölstand im Blick hat.


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BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 11:44 
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Moin Peer,
na das sind ja weniger schöne Aussichten, wenn Du auch bei Fahrzeugwechsel jetzt endlich die Chance auf eine gescheite Farbe hättest! :lol: :lol:
Wenn Du genau wissen willst, was die Ursache ist, kommst Du um ein Zerlegen des Motors und Vermessen der möglichen Verschleißteile nicht herum.Wie zuverlässig ist die Kompressionsmessung? Was ist die Ursache für die Geräusche? Suchen und Zerlegen kostet! Wahrscheinliche Ursache für schlechte Kompression sind undichte Ventile und undichte Kolbenringe/schlechte Zylinderoberfläche, vielleicht Kopfdichtung. Übergesprungene Steuerkette hat mit schlechter Kompression nix zu tun, sonst hättest Du nicht eine vmax von 110 km/h. Nach Rep. hättest Du das Rostproblem weiter, dessen Beseitigung auch kostet, wenn nicht gar unmöglich. Angenommen, du kämest mit einer Motorreparatur von 600€ davon, stünde die nächste Reparatur schon vor der Tür. Steht das in Relation zum Zeitwert??
Gruß
Dieter


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BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 11:57 
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Das Thema Rost hättest Du auch mit einem neuen Fahrzeug, wenn ganzjährig gefahren wird.
Und wenn TÜV kein Thema ist, geht´s doch erstmal. Wahlweise kann man dem Rost in Eigenregie beikommen.

Wie meine Vorschreiber bemerkten, kann fehlende Kompression noch andere Gründe haben. Sollte es ein solcher sein, der für < 600 zu beheben wäre, würde ich das reparieren lassen und die Vespa behalten.

Deine Lösung a) würde auch noch infrage kommen, denn der Betrag ist gerade noch überschaubar und lohnt sich. Zumindest käme eine neue Vespa teurer. Daß eine solche zickenfrei läuft, ist nicht selbstverständlich.

Finde es auch ok, ein Ganzjahresfahrzeug "zu Ende" zu nutzen, und mir würde es weh tun, eine neue gleich durch den Winter zu schicken.

Außerdem, wo sollen die zukünftigen Oldie-GTS herkommen, wenn sie nicht mehr instand gehalten werden ;) ?

Wünsche Dir eine gute Entscheidung.

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Rebel music.


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BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 12:59 
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Muss nicht sein. Bei einem Bekannten lief die 300 GTS nach über 60000 KM immer besser, als wie am Anfang. Auch besser die seine neue von 2016.
Klar ist so ein Mötörchen nicht für so hohe Laufleistungen konzipiert.

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Was bin ich? Der hier: http://www.foto-wachinger.de/ueber-mich.html ...oder welches "Schweinderl" hätten's denn gerne?
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BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 15:44 
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Land: Pfalz
PrimaVespa hat geschrieben:
Du fragst nach meiner Meinung!

Ich würde mich bei dieser Fahrleistung eher für etwas neueres entscheiden. Grund: Laufleistung ist doch schon hoch, auch wenn vllt noch einmal die selbe Leistung geht. Die Frage ist, ob du bereit bist, Geld in die Hand zu nehmen mit der Option, dass mögliche Probleme noch nicht behoben sind oder neue auftauchen. :unwissend:

Natürlich ist man mit einem neuen Fahrzeug nicht sicher, dass nichts passiert, aber 2 Jahre Garantie geben zumindest etwas Sicherheit.

Ein Stück weit spielt da sicher auch noch die emotionale Bindung mit hinein, 60000 km sind einige gemeinsame Erlebnisse ;)



Jou, die emotionale Bindung und das schöne Rot spielen schon eine Rolle...

@GTS-Peter und scooter88: ca. 8 bar, beim Freundlichen gemessen. Öl musste zwischen den Inspektionen nie nachgefüllt werden, letztere wurden immer gemacht lt. Serviceheft.

Vielen Dank für die Tipps, werde mich mal parallel nach einer neuen gebrauchten und einem günstigen Ersatzmotor umsehen. Der Freundliche um die Ecke rät übrigens auch von einer Ins-Blaue-Reparatur ab; entweder fahren bis zum bitteren Ende oder gleich ein Ersatzmotor.

Vielen vielen Dank für die Antworten!


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BeitragVerfasst: Sa 16. Dez 2017, 15:57 
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Wenn du schreibst das sie 110 km/ h läuft, würde ich ein Kompressionproblem ausschließen. Abgesehen davon müsste sie dann Motoröl in doch recht großer Menge in den Luftfilter blasen ( über die Kurbelgehäuseentlüftung).

Wenn sie doch Probleme mit er Kompression haben sollte, müsste im Luftfilterkasten recht viel Öl vorzufinden sein. Einfach mal aufschrauben, oder vielleicht sifft es schon unten am Kasten heraus?

Wenn du Motorengeräusch bemängelst, könnte ich mir eher vorstellen das die Kurbelwellenlager oder die Pleullager verschlissen sind. Hören sich die Geräusche so an, als ob du in einer Coladose Kieselsteine schütteln würdest ( blechern rasselndes Geräusch)? Falls ja sind es die Kurbelwellenlager....

Wenn die Ventile beschädigt sein sollten müsste sie eigentlich qualmen, nach Benzin stinken oder sehr heiss werden. Würdest du auch daran erkennen das sehr schnell der Lüfter vom Kühler anspringt und ständig läuft.

Viel Erfolg bei der Suche.


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BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 09:44 
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Vespa: 300 GTS, XJR 1300
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Vielen Dank nochmal, ich lass jetzt mal die Rollen, den Riemen (je ca. 13 tkm) und die Riemenscheiben (noch Erstausstattung)erneuern (waren bei der zwischenzeitlichen Probefahrt beim Freundlichen noch gar nicht eingebaut, Irrtum meinerseits) und fahr dann erst mal weiter. Und schau mich mal mittelfristig nach einem Ersatzmotor um und leg mir den für alle Fälle in den Keller.
Zur Leistung, die GTS lief nach Einfahren ca. 135 km/h (lt. Tacho, also knapp 125 echt), jetzt regelt sie bei knapp 125 schon ab, also echte gut 110 - 115 km/h. Eigentlich recht das ja, in Rot ist sie eh optisch schneller als andere Farben (:D @scooter88, dem Schwarzfahrer). Aber man wil halt wissen warum :vespa: es nicht mehr so bringt.

Also nochmals danke und einen schönen 4. Advent! :harve:


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BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 13:01 
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Kurbelwellenlager gehen eher selten kaputt,
dann gibt zuerst das Pleuellager seinen Geist auf.
Aber zuerst würde ich mal diese Lager ausschließen.
Ich würde zuerst mal die Kompression testen.
Hab da mal was zu geschrieben, krieg es aber irgendwie nicht hin die
Datei hoch zu laden.

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Wer nach meinen Beiträgen vorgeht, macht dies ausdrücklich auf eigene Gefahr.
Wartung und Reparaturen besonders an Bremssystem,
Fahrwerk sollten ohnehin nur in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden.


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BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 13:07 
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Vespa: GTS 250ie ABS
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Ich probiers noch mal.
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BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 14:23 
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Bella cosa hat geschrieben:
Lt. Bucheli-Reparaturanleitung Lebensdauer dieser Teile ca. 40 tkm, also müsste da in jedem Fall etwas getan werden.

Deine Grundüberlegung ist schon einmal falsch, die Lebensdauer beträgt nicht 40tkm sondern ist deutlich höher.

Bella cosa hat geschrieben:
Zur Leistung, die GTS lief nach Einfahren ca. 135 km/h (lt. Tacho, also knapp 125 echt), jetzt regelt sie bei knapp 125 schon ab, also echte gut 110 - 115 km/h.


Damit wird deutlich, dass du an der falschen Stelle suchst, Denn der Drehzahlbegrenzer kommt bei steigendem Motorverschleiß nicht früher. Das deutet aber massiv auf verschlissene Rollen & Riemen hin - die Variomatik übersetzt wegen der Abnützung nicht mehr so lang wie davor.

Kanaldeckel

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BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 14:29 
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Vespa: GTS 300
Land: Deutschland
Bevor ich an dem Motor auch nur irgendein Teil wechseln würde,
würde ich einen Ersatzmotor suche und dann Plug and Play tauschen.
Dann kann man ja immer noch anfangen zu basteln.

Gruß Olaf

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Alle meine Postings sind meine persönliche Meinung.
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Ich übernehme keine Haftung für daraus entstehende Schäden.
Am Besten ihr hört nicht auf mich und fahrt gleich in eure Werkstatt.


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BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 15:17 
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..........wenns brennt.......hab den Motor meiner noch......(eingebaut)........


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