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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 18:30 
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Hallo Leute,

nachdem ich jetzt auch den passenden Prospekt für dieses Modell habe, wurde ich mal wieder daran erinnert, dass ich ja auch noch quer durchs ganze Haus meine Vespa 50 Sprinter verteilt habe. :mrgreen:
Im November 2013 habe ich diese seltene Vespa gekauft.

Bild
Das ist ein "Archiv"-Bild aus meiner Garage, November 2013.
Auf den ersten Blick eine sehr schöne Vespa, aber im Detail gibt es doch ordentlich was zu tun.
Das Trittbrett zum Beispiel ist arg rostig und vom Vor-und Erstbesitzer mit Unterbodenschutz gestrichen worden.
Darunter gammelt der Rost.
Bild
Ein Gepäckträger ist montiert, leider sind daher auch Löcher in die Karosse gebohrt worden.
Weiterhin ist ein Sturzbügel angebracht.

Bild
Man beachte die reichhaltige Instrumentierung im 58 mm-Rundtacholook.
Ärgerlich ist, dass das Glas des Tacho zwei Risse hat. Da muss ich mal schauen, wer mir da ein neues Glas reinsetzt.

Was ist das denn nun genau für eine Vespa?

Die Vespa 50 Sprinter ist die Nachfolgerin der Vespa 50 Super Sprint.
Die Karosserie ist die einer Vespa 50 N/ S samt Lenkkopf.
Als Motor diente das 50 Super Sprint Aggregat mit dem klassischen Super Sprint Auspuff,
jetzt mit der Motorkennung V5SS2M. Allerdings ist in der originalen Betriebserlaubnis der Motor V5SS1M eingetragen.
Als Höchstgeschwindigkeit sind 68 km/ h angegeben, welche bei 50 ccm und 3,7 PS ereicht werden.

Hier noch die Prospekt-Daten
Bild

Die Sprinter wurde in nur geringen Stückzahlen produziert:

1971 - V5SS2T 4001 4160
1972 - V5SS2T 4161 4364
1973 - V5SS2T 4365 4515

Meine Sprinter ist die 370 - wurde also zu Beginn des Jahres 1973 produziert. :herz:

Die Reifen waren bis dahin schon gut abgehangen - sie wurden Anfang 1972 bei Pirelli in Italien produziert und sind jetzt noch auf den Felgen montiert. :shock: :lol:
Bild

Wenn ich mir diese Vespa so anschaue, habe ich den Eindruck, also ob an diesem Modell die restliche Regalware aus dem Hause Piaggio verbaut wurde. :oops:

Nach dem Kauf habe ich die Sprinter so nach und nach zerlegt und eingelagert (in Kartons aufs ganze Haus verteilt).
Heute habe ich den siffigen Motor rausgeholt und angefangen zu reinigen.

Bild
Wie ihr erkennen könnt, hatte ich den Motor schon einmal grob gereinigt. Das geschah seinerzeit mit einem Holzspatel.
Bild
Aber auch nach dieser ersten Reinigung ist der Motor noch ordentlich verschmutzt.
Bild
Ölschmadder an allen Ecken und Enden. Das wird eine tolle Arbeit.
Bild
Mit gutem Würth-Industriereiniger und einem Pinsel lässt sich das Zeugs, wenngleich zeitintensiv, entfernen.
Bild
Für eine erste Reinigung aber ein brauchbares Ergebnis.
Bild

Bald gehts weiter. :elefant:

Bis dann, viele Grüße
Wenne

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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 19:12 
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Sieht gut aus. Durfte man die eigentlich früher mit einem Mokickführerscheib fahren,dachte da ging nur 40 km/h


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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 19:16 
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Wieder der Anfang eines tollen Berichtes! :compu:

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Roger


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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 19:19 
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Früher, also vor dem 01.04.1980, gab es die Fahrerlaubnisklasse 5, welche für Mokicks galt (seinerzeit bis 40 km/h) und die Klasse 4, ebenfalls bis 50 ccm, und einer Motorleistung von bis zu 6,25 PS (wenn ich es richtig in Erinnerung habe), Geschwindigkeit unbeschränkt.
Diese Fahrzeuge waren zulassungspflichtig und mussten somit alle 2 Jahre zum TÜV. Zudem waren sie in der Versicherung so richtig teuer. :(

Viele Grüße
Wenne

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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 19:20 
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Immerschraub hat geschrieben:
Sieht gut aus. Durfte man die eigentlich früher mit einem Mokickführerscheib fahren,dachte da ging nur 40 km/h


Mokick = Klasse 5
Kleinkrad = Klasse 4

Rita


bis 1954 galt für die Klasse 4:
jedes KFZ bis 250cm³.... man konnte also ein Krad oder einen Kleinwagen fahren

ebenso war der 4er
im 3er und im 1er enthalten

also mitm 1er jedes Krad und Kleinwagen bis 250cm³ (zB. Isetta oder Goggomobil...)
und mitm 3er jedes Auto und Krad bis 250cm³


Zuletzt geändert von Rita am So 31. Dez 2017, 19:31, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 19:26 
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Wenne hat geschrieben:
Klasse 4, ebenfalls bis 50 ccm, und einer Motorleistung von bis zu 6,25 PS (wenn ich es richtig in Erinnerung habe), Geschwindigkeit unbeschränkt.


rechtlich gabs kein Leistungslimit
nachem sich die Hersteller ständig überboten hatten
der eine 5,4 dann der andere 5,6 ... 5,8 .....

stand eines Tages bei allen in den Prospekten 6 1/4 PS (war wohl eine hinter den Kulissen ausgehandelte "freiwillige" Selbstbeschränkung)
wenig später kamm dann ja die Klasse 1B mit folgenden Beschränkungen
80 cm³
80km/h
Höchstleistung bei nicht mehr als 6.ooo Umdrehungen

Rita

Rita


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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 20:01 
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Bei so nem ähnlichen Anwesen wie das hier wirds manchmal schwierig alle Vespen wieder zu finden.
So stell ich mir das bei Wenne in etwa vor :)

Bild

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KLEMMFAUST - what else?


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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 20:32 
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Also galt das Ding nicht als Mokick(sowas hatte ich 1980 mit 16) sondern als Kleinkraftrad,ok
Die waren dann wirklich richtig teuer zu versichern


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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 21:26 
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Vespa: LX, PK, ET, PX, GT
Land: Oberfranken
Hallo Wenne,

bin gespannt, welche Überraschungen Deine Sprinter parat hält.
Freue mich auf Deinen Bastel-Thread.

Bei dem Thema Reinigung fällt mir siedend heiß ein, dass ich meine :vespa: in diesem Jahr diesbezüglich etwas vernachlässigt habe :(

Wünsche Dir und allen hier in Forum einen guten Rutsch und alles Gute für 2018.

Gruß
Alexander

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alu68
www.vespa-coburg.de


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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 21:44 
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Vespa: ja
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Nö nö, lieber Florian. Eine ganz bescheidene Behausung. Für die paar Vespen genügt dann gerade so der Platz. ;)

Eine Sprinter, oder deren Nachfolger (welcher erst 1975 erschien), die 50 SR waren eher Randerscheinungen.
Die Sprinter leistete 3,7 PS und 68 km/h und die SR dann immerhin 4,4 PS und sagenhafte 72 km/h.
Insgesamt aber zu wenig für die Jugend, da die Kleinkrafträder allesamt deutlich kräftiger und schneller waren.
Das lässt dann auch die geringen Stückzahlen beider Modelle erklären.

Hier mal noch ein paar Aufnahmen im Detail:

Bild
Es waren 10-Zoll-Räder montiert mit Reifen 3.00 x 10. Die Felgen waren allerdings geschlossen.
Eine Finne gab es auf dem vorderen Kotflügel nicht. Wie bereits geschrieben, sind an beiden Felgen noch die Reifen aus der Erstausrüstung montiert (Pirelli aus 1972).

Bild
Hier die rechte Fahrzeugseite. Serienmäßig waren hella-Lenkerendenblinker montiert.

zur Lackierung:
Die Sprinter wurde über den gesamten Produktionszeitraum in nur einer Farbe angeboten.
Es war die Farbe rosso corsa 806, allerdings in 2 Helligkeitsstufen.
In der ersten Zeit war noch ein Metallrücklicht montiert und helle Griffe. Da war das Rot ein bisserl dunkler.
Irgendwann, vermutlich in 1972, wurde der Lack dann eine Nuance heller, schwarze Lenkergriffe montiert und ein anderes Rücklicht mit lackiertem Dach angebracht.
Die unterschiedlichen Farbnuacen wurde mit unterschiedlicher Grundierung erreicht.

Bild

An der Zylinderabdeckung kann man gut erkennen, dass diese Teil aus dem Lagerregal kommt. Es ist noch das alte Piaggio-Zeichen zu sehen, welches 6 Jahre vorher bereits durch das Sechseckemblem ersetzt wurde.
Der Motor selbst ist zum 50-er Super-Sprint-Motor identisch.

Bild
Hier die Motornummer und die Präfix.
Für eine Laufleistung von gut 3100 km ist es fast nicht zu verstehen, warum der Motor so extrem versifft ist.
Vermutlich haben die Herrschaften bei der Montage alle Dichtungen vergessen. :oops:
Wir werden sehen. :D

Viele Grüße
Wenne

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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 22:48 
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Vespa: Ohne ABS u. Garantie
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Auf jeden Fall super Erhaltungszustand, trotz kleinerer Mängel. Wegen Rostbekämpfung/-eindämmung würde ich das O-Lack-Topic im GSF, dort ganz oben unter "Technik allgemein" empfehlen. Für die Reparatur des Tachoglases ist das GSF-Mitglied "sucram70" zu empfehlen, der allerdings meist sehr gut ausgelastet ist mit Aufträgen und daher zeitweise keine neuen Aufträge annimmt.


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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 23:17 
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Vespa: T5
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so schön, wie Du mal wieder den Motor saubergekriegt hast.....
müßte ich Dir mal ein Dutzend von meinen zum bearbeiten vorbeibringen .... ;)

Tacho könnte ich noch einen haben....
und die Gummipuffer, die da bei der Motorklappe fehlen, liegen bei mir im Schubfach

Rita


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BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 23:58 
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Vespa: ja
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Man benötigt nur ca. 1 1/2 Dosen Würth-Industriereiniger und ein bisserl Zeit.
Schon ist der Motor relativ sauber. ;)

Welche Teile ich benötige, werde ich im Laufe der Zeit sehen.
Die Tachos mit 80 km/h Tachoblatt im brauchbaren Zustand sind selten, sofern sie original sind.
Danke für dein Angebot, ich werde gerne darauf zurückkommen. :klatschen:

Der Hinweis zum GSF ist gut - da habe ich mir schon vor Jahren Infos zu dieser Sprinter rausgezogen.
Kebra hatte mir schon vor Jahren gute Tipps für die Lackaufbereitung gegeben.
Habe ich natürlich alles abgespeichert.
sucram70 kannte ich nicht - wurde schon von mir angeschrieben.
Mal sehen, ob er sich meinem Tacho annimmt.
Danke, lieber Vollhorst! :elefant:

Sodele, jetzt widme ich dem Jahresumschwung, :bier:

Viele Grüße
Wenne

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BeitragVerfasst: Mo 1. Jan 2018, 08:49 
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Wohnort: Niederbayern
Vespa: GTS300/HDFXDB/XSR900
Land: Deutschland
Die verschmierte Ölschlacke würd ich abkratzen und in 50g Dosen als Brotaufstrich verkloppen damit das Hobby nebenbei ein wenig finanzielle Unterstützung erfährt für die vielen unbezahlbaren Stunden alleine schon bei den Reinigungsarbeiten um üüüberhaupt an die Schrauben ranzukommen... Bares für Rares sollte hier das Motto sein :) ;)

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KLEMMFAUST - what else?


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BeitragVerfasst: Mo 1. Jan 2018, 10:17 
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Registriert: Di 12. Jan 2010, 10:59
Beiträge: 900
Vespa: gts 300 Super
Land: Nord-Hessen
Sag Mal Wenne wann planst du denn ein Museum zu eröffnen bei den vielen Schätzchen die du im in der Garage hast :D :vespa:
mit neidischen Grüßen
Jean


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