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 Betreff des Beitrags: Re: E-Vespa
BeitragVerfasst: Fr 18. Aug 2017, 20:57 
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Registriert: So 25. Dez 2016, 21:58
Beiträge: 280
Vespa: GTS300
Land: Baden-Württemberg
Habe erfahren müssen das die E-Mobilität derzeit noch in den Köpfen der Leute scheitert. Folgendes ist passiert:

Wir hatten vor 3 Jahren einen tollen Vortrag über E-Mobilität im Verein. Dort war BMW und auch Tesla mit jeweils 2 Fahrzeugen gekommen. Probefahrt war möglich und wurde auch fleißig genutzt. Ich war derart begeistert davon, dass ich von meinen ollen Benziner auf E-Antrieb umsteigen wollte. Der BMW i3 hatte es mir angetan, den wollte ich kaufen. Wer einmal ein gutes E-Auto gefahren ist, kommt sich in einem Benziner irgendwie der Zeit zurückversetzt vor. Ich denke, das ist bei Zweiräder ganz ähnlich.

Nun gut, lange Rede kurzes Ergebnis: Als ich als -inzwischen- überzeugter Mieter beim Vermieter hier, ein großes Wohnbauunternehmen, anfragte ob ich die Genehmigung für eine Lademöglichkeit in die Sammelgarage bekomme und auf eigene Kosten installieren lassen darf, kam prompt die Absage...!
Unausgereift, Explosionsgefahr und was weiß ich was für schräge Argumente angeführt wurden. Das war der Dolchstoß. Was soll ich mit einem E-Auto, oder einem E-Zweirad, wenn ich nichtmal in der Lage bin in der Garage zu laden? Damit wäre es möglich gewesen, eine Woche lang ohne Nachladen zur Arbeit zu fahren... Bevor nun jemand auf die Idee kommt: Eigentum kommt für mich im Zeitalter der Industrie-Nomaden nicht mehr in Frage. Aber auch selbst das garantiert nicht, eine entsprechende Genehmigung zu bekommen. Frag mal bei einer Eigentümerversammlung so etwas nach. 10 Teilnehmer, 10 "schlaue" Meinungen. Kenne ich auch, hatte auch schon Eigentum, inzwischen entnervt verkauft...

Das alles würde sich viel schneller durchsetzen, wenn die Köpfe in DL mitspielen würden. In einigen Skandinavischen Ländern schaut das schon ganz anders aus. Dort ist stellenweise die E-Lade Infrastruktur derart ausgebaut, das bereits heute schon jedes 4. Auto ein E-Auto ist. Wenn ich mich nicht täusche ist, glaube ich, in Norwegen am weitesten die E-Mobilität üblich. Dort befindet sich in jedem Parkhaus, an praktisch jeder (!) Parkbucht eine Lademöglichkeit!

Aber zurück zur E-Vespa. Mit 45 Km/h? Nee, lass mal. Das wird nix, jedenfalls für mich nicht. Verkehrshindernisse gibt es schon genug, da möchte ich nicht auch noch dazugehören. 8-)


Grüße
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Vespa
BeitragVerfasst: Sa 19. Aug 2017, 10:25 
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Registriert: Do 22. Okt 2009, 22:16
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im Stadtverkehr bin ich mit dem "lahmen" 45km/h E-Roller schneller von der Ampel weg als die meisten Autos.... bis die mich eingeholt haben und überholen wollen sind wir an der nächsten roten Ampel...

auf freier Strecke oder eine laaaaangen geraden schauts dann teilweise anders aus...

Rita


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Vespa
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 18:16 
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Vespa: ET 4
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:vespa:
Wir waren in China unseren Sohn besuchen, der sort in Shenzhen arbeitet und lebt. Nicht nur da, auch in anderen Metropolen dort (Shanghai, Peking, HangJo, Macao...) sind absolut viele E-Roller unterwegs. Teilweise in abenteuerlichem Zustand (kaputte Karosserieteile mit Frischhaltefolie geflickt), aber alle mit gutem Speed und man muss schon sehr gut gucken, weil man die Teile eben nicht hört - krass war es an der Ampel: Ca. 30 E-Roller starten auf einmal und fahren allen anderen weg. Davon abgesehen: Busse und zum Teil Taxen sind schon elektrifiziert. Und lt Aussage der Einheimischen gibt es kaum Probleme mit Ladestationen. Da fragt keiner nach Baugenehmigungen oder ob das in einer Tiefgarage Probleme geben könnte.
Durchweg mochte ich die E-Rolle zwar null leiden (echt hässlich zum Teil), aber sie liefen. Sogar die Rikschas lieferten sich Rennen (abends ohne Beleuchtung, mit ungewuchteten Rädern, aber leise und schnell - immer einen Zweitakku unter der Sitzfläche.
Gruß von dem, der gern Sprit und Öl riecht,...
Klaus :compu:

_________________
der, der wieder zur ET 4 zurückgekehrt ist


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Vespa
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 19:49 
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Land: Deutschland
hm, es geht weniger um die Technik, als um den Profit.

Die Technik wäre längst vorhanden, die Reichweite mit Ersatzakkus lösbar.
Viele haben privat einen Zugang zu einer Steckdose, Zähler dran fertig.

Das Problem ist, genau wie in der Autoindustrie, man hat Angst vor diesem Neuanfang, man hat Angst um seine Pfründe!

Ein Verbrennungsmotor hat zig mal mehr Bauteile, ist wesentlich aufwändiger in der Entwicklung, Fertigung und Wartung.
Dafür werden / wurden gigantische Summen ausgegeben. Dieses System ist eingefahren und hat den Bremsweg eines Öltankers.

Würde jetzt die Mehrheit umschwenken, wären die getätigten Investitionen erstmal futschi.
Angst würde umgehen, z.B. daß Aktienkurse einbrechen könnten, ein Marktführer seine Vormachtsstellung verliert,
Arbeitsplätze verlorengehen, Zuliefererverträge aufgekündigt werden, Boni gestrichen werden, usw.

Ein Problem übersehen allerdings die Hersteller, die stur ihre veralteten Cash - Kühe weiterreiten : Die Zeit läuft weiter und es gibt genug andere neue Hersteller, die unvoreingenommen die Verbreitung von Elektromobilität voranbringen.

Ein anderes Problem ist die politische Blockade. Wie lang hat man eine Förderung trotz deutlichem Klimawandel hinausgezögert.
Warum gibt es 60 verschiedene Stecker und verschiedene Ladestationen verschiedener Betreiber. Da passt nichts zusammen und das ist m. E. gewollt. Ein E - Auto, daß von M nach Salzburg fuhr für eine TV Doku ist in auf der A8 ( wir reden hier von einer der Hauptverkehrsadern in Bayern ) liegengeblieben, weil trotz Ladestationen ein Aufladen nicht möglich war. Wie einfach wären hier gesetzliche Vorgaben, wie es doch bei jeder Steckdose Normen gibt.

Es ist ein bisschen so, als wüsste man vom bevorstehenden, aber unausweichlichem Ende einer einseitigen Beziehung. Doch verharrt man lieber in der Verdrängung oder sogar Verleugnung des unausweichlichen Wandels, anstelle von Mut zum Neuanfang.

VG Jochen


Zuletzt geändert von primawerda am Fr 13. Okt 2017, 22:38, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: E-Vespa
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 20:15 
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Registriert: Do 22. Okt 2009, 22:16
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Vespa: T5
Land: Deutschland
primawerda hat geschrieben:
....das ist m. E. gewollt. Ein E - Auto, daß von M nach Salzburg fuhr für eine TV Doku ist in auf der A8 ( wir reden hier von einer der Hauptverkehrsadern in Bayern ) liegengeblieben, weil trotz Ladestationen ein Aufladen nicht möglich war. Wie einfach wären hier gesetzliche Vorgaben, wie es doch bei jeder Steckdose Normen gibt.


genau... das war gewollt um vorzutäuschen, es würde nicht funktionieren...oder der Typ war einfach ein unfähiger Volldepp

ich bin schon tausende KM elektrisch gefahren...

im Prinzip gibt's 4 Stecker...

typ 1 für 230V (meist an Japanautos)
typ 2 für 230V (die meisten europäischen Fahrzeuge)

Chademo für 400V DV Ladung (meist an Japanautos)
CCS für 400V DV Ladung (die meisten europäischen Fahrzeuge)

im Prinzip wie damals mit VHS und Beta....

Rita


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Vespa
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 21:01 
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Beiträge: 8075
Vespa: GTS 8
Land: neulanD
Die 3500 Ladesäulen in D werden von über 360 verschiedenen Firmen betrieben.
So jedenfalls die Statistik der Bundesnetzagentur.

_________________
Bild
schlimmer geht's immer
Protektorat Septem Montis


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Vespa
BeitragVerfasst: Fr 13. Okt 2017, 22:11 
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Registriert: Do 22. Okt 2009, 22:16
Beiträge: 4322
Wohnort: Frankfurt/Main
Vespa: T5
Land: Deutschland
mit ner TNM Karte kannste ca 50% davon nutzen...

außerdem gibt's Routenplaner, die genau anzeigen wo welche Säule steht.... und wer die betreibt...
bzw, welche Karten da kompatibel sind....

klar Zahlung mit EC Karte wie beim Tanken wäre besser....
ich hab zu 90 % gratis geladen....
Aldi.....Kaufland....T&R

oder einfach auf der Arbeit an der Schuko... bzw in meiner Halle.... da hats Schuko und CEE rot...

Rita


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