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BeitragVerfasst: Sa 26. Aug 2017, 10:22 
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Vespa: GTS 300
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Servus beisammen,

habe den Artikel http://www.motorroller-info.de/bremskunst.html hier gelesen und mich an meine PX Zeit erinnert. Da hat man aufgrund schlechter Vorderradbremse ja quasi auch nur mit der Fuss- sprich Hinterradbremse gebremst. Und das hat gereicht.

Der Motor der GTS befindet sich auch beinahe auch Hinterachshöhe und somit ist auch die Gewichtsverteilung ähnlich.

Da ich nach meiner Vespazeit hauptsächlich Motorräder und Mountainbike gefahren bin habe ich mir das verstärkte Bremsen mit der Vorderradbremse angewöhnt.

Nach dem Artikel, den ich oben verlinkt habe, komme ich ein wenig ins Grübeln.
Wenn also dieses Rollerprinzip auch bei der GTS anzuwenden ist, dann würde es ja durchaus Sinn machen nicht die Vorderradbremse, wie bei vielen hier im Forum, mit der Brembo auszurüsten, sondern eben die Hinterradbremse.
Hinzu kommt bei mir dass ich fast schon häufiger mit Sozia und Topcase unterwegs bin. Also noch mehr Gewicht auf der Hinterradachse und manchmal gefühlt kaum noch Gewicht auf dem Vorderrad.

Meines Erachtens reicht die Vorderradbremse der GTS, solange man die Hebel etwas weiter aussen anfasst, denn dann ist bei gleicher Handkraft eine stärkere Bremswirkung zu erreichen. Aber dies ist jetzt nicht der Kernpunkt meiner Frage sondern nur eine Anmerkung meinerseits.

Dieses Thema ist natürlich auch für die Fahrer von Primavera, LX, Sprint etc gleichbedeutend.

Was ist Eure Meinung hierzu?

_________________
Gruss Tom

Vespa Primavera 50 2T
Vespa 300 GTS Super


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BeitragVerfasst: Sa 26. Aug 2017, 11:15 
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Fakt ist, dass sich beim Bremsen das Gewicht auf die Vorderachse verlagert, egal womit Du bremst. Mehr Gewicht auf der Achse heißt auch höhere Reibung. Der Nachteil bei mehr Gewicht hinten ist einfach der, dass bei schnellem Bremsen, das Vorderrad gerne mal überbremst, wenn zu viel Bremskraft aufgebaut wird bevor die Gewichtsverlagerung einsetzt. Je mehr Gewicht vor dem Bremsen auf der Vorderachse liegt, desto geringer das Risiko, zu überbremsen. Bei Vespas mit relativ viel Gewicht hinten kann zwar am Anfang des Bremsvorgangs mit der Hinterradbremse etwas mehr gemacht werden als bei anderen Zweirädern, bei der Vollbremsung jedoch nützt nur die Vorderbremse. Bei mir hebt das Hinterrad ab, hat also null Beitrag zum Bremsvorgang nachdem dieser eingeleitet wurde.

Die Hinterradbremse brauche ich bei GTS und Motorrad wirklich nur um eine Bremsung einzuleiten und in der Kurve die Linie zu korrigieren.
Ein neuer Bremssattel bei der GTS verstärkt m.E. die Bremswirkung nicht, lediglich die Dosierbarkeit wird verbessert. Ohne allerdings den Geber zu modifizieren ist das System nicht ausgereizt.
Nur hinten zu bremsen bringt Dir Bremswege jenseits von gut und böse. Die serienmäßigen Bremsen der GTS reichen vollkommen aus. Wenn am Fahrwerk etwas verbessert gehört, dann sind es zuallererst die rudimentären Federbeine.

Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Sa 26. Aug 2017, 12:35 
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Ich habe meine Brembo seit heuer und möchte sie nicht mehr tauschen. Im Versuch mit einer zweiten Vespa mit original Zange, zeigte sich die Brembo mehr als im Vorteil.
Das mit überbremsen,blockieren usw., ist so wie mit der Liebe: Es gehöhrt auch ein bisserl Gefühl dazu.......

_________________
Vespa 125 GTS, Dragonred, SIP Tacho mit Drehzahlmesser,Navi,12 V Steckdose,LED Blinkerlampen mit Tagfahrlicht,Voltmeter,Warnblinkanlage,Sturzbügel,Fußmatte,Original Topcase,Ein Schlüsselsystem Zündschloss>Topcase,Nolan 43 Air+Intercom,Michelin City Grip (NIE WIEDER LENKERFLATTERN),Ölthermometer,Nautilus Horn, Brembo mit TÜV,LED Brems-Schlusslicht,Pinstripes


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BeitragVerfasst: Sa 26. Aug 2017, 12:40 
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Vespa: ET4 M04, LX125i.e. T
Land: GER/NRW
Der Bericht ist lesenswert.
Besonders der Hinweis auf Übung einer Notbremsung.

Was ich gelegentlich auf gerader Strecke mache ist z.B. vor einer gedachten Kreuzung eine Notbremsung mit Sozius, gelegentlich auch ohne Vorwarnung. (nur vorher in den Rückspiegel schauen)
Auf nasser Straße trau ich mich allerdings nicht.
Ich darf gar nicht an eine entsprechende Livesituation denken.
Meine Methode: Hinterbremse zum Einleiten und dann sofort vorn mit steigendem Druck.
Vorausschauende Softbremse z.B. vor roter Ampel: nur hinten. Ich trommle noch bei der ET und LX.
Geht gut.

_________________
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste.
Konfuzius


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BeitragVerfasst: Sa 26. Aug 2017, 13:43 
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@Martin: Mir ist schon klar, dass sich beim Bremsvorgang das Gewicht nach vorne verlagert. Aber eben nicht so wie bei einem Motorrad.
Mir ging es nur darum, ob die gängige Denke hier, dass meist nur der vordere Bremssattel optimiert wird, überhaupt der richtige Ansatz beim Motorroller, sprich der GTS ist. Egal ob die Bremse dann nur feiner oder schneller anspricht oder bei kompletter Umrüstung (Querschnitt) auch kräftiger.

Wenn ich jetzt annehme, dass der Autor des Artikels mit seinen Aussagen zu 100% recht hat, dann ist gerade zu Beginn des Bremsvorgangs eine ordentlich zupackende Hinterradbremse sehr wichtig. Bei zunehmender Gewichtsverlagerung muss natürlich auch die vordere voll genutzt werden. Diese Vorgänge laufen ja eh in einer sehr engen Zeitspanne ab und quasi fast gleichzeitig. Aber die Hinterradbremse ist beim Roller imho nach wie vor nötig. All diese vom Autor im Artikel dargestellten Zusammenhänge sind mir klar.

Nehme ich das nun als gegeben hin, dann ist doch eigentlich das "Aufrüsten" der Vorderradbremse nur noch optisches Gimmick, um es mal provokant zu formulieren. Falls man unbedingt aufrüsten wollte, wäre dann doch logischerweise in die nicht sichtbare Hinterradbremse das Geld besser investiert. Obwohl ich denke, dass dies auch nicht nötig ist ;) Mir ist klar, das sofort einer sagt beide Bremsen aufrüsten. Aber mir geht es hier nur um das theoretische vorn oder hinten. Dass diese Diskussion akademischer Natur ist, und in der Praxis den meisten vollkommen egal ist weiss ich.

Und ja ich habe auch schon mit Sozia eine Vollbremsung durchführen müssen. Und egal ob allein oder zu zweit. Bei der GTS ist das Hinterrad bei mir noch nie hochgekommen. Bei Motorrad und Mountainbike schon öfters. Bei letzteren auch bewusst um Spitzkehren zu meistern. Auch aus dieser Erfahrung denke ich, dass der Autor gar nicht so falsch liegen kann. Mir war das nur bis dato gar nicht bewusst, obwohl ich wohl intuitiv richtig bremse. Ich greife zu Beginn eines plötzlichen Bremsmanövers rechts kräftiger rein. Das habe ich erst durch bewusstes Testen realisiert.

Über die Federbeinthematik will ich jetzt gar nicht diskutieren,obwohl ich dir recht gebe. Diese Diskussion füllt hier im Forum ja ellenlange Threads und sollte mittlerweile dem letzten Leser hier bekannt sein. :mrgreen:

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Gruss Tom

Vespa Primavera 50 2T
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BeitragVerfasst: Mo 28. Aug 2017, 19:47 
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Vespa: GTS 300, Sprint Velo
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Um den Bremsweg zu verkürzen würde ich trotzdem zuerst ins Fahrwerk investieren, denn die Kraft muss auf die Straße und besonders auf schlechter Fahrbahn können schlechte Dämpfer und Federn das Rad nicht immer am Boden halten. Klar sind Brembos die besseren Bremsen, es entsteht jedoch, wie fast immer, die Kosten-Nutzenfrage. Ich bin auch überzeugt, dass Brembos den Bremsweg nicht verkürzen, sondern vor Allem für bessere Dosierbarkeit und weniger Handkraft sorgen. Ich kenne das von meinem Moped und weiß, wie sich Monoblocksättel von Brmbo anfühlen.

Ein Direktvergleich wäre mal interessant.

Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Mo 28. Aug 2017, 19:52 
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Moderne Vespa's bremst wie ein Motorrad, also 90% vorne, hinten nur zusätzlich und in kurzen Kurven.

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