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BeitragVerfasst: So 15. Nov 2009, 12:40 
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Registriert: Mo 15. Jun 2009, 10:59
Beiträge: 469
Wohnort: Deutschland, Hessen, Darmstadt
So ...
nach dem ich mir dachte das ich mein Motor ja schon einmal auseinander gehabt habe,
traute ich mich heute wieder daran.

Da ich die Benzinleitung beim besten willen nicht vom Vergaser bekommen habe,
schraubte ich den Ansaugstutzen ab und ließ den Vergaser und den Anlasser
im Roller hängen.

Dann noch die Plastikteile (links, rechts und hinten) sowie den Auspuff abgemacht.

Nachdem ich noch Hinterradbremse ausgehängt habe, den Stoßdämpfer unten los
geschraubt und den Motoraufhängungsbolzen heraus geschlagen habe
konnte ich die Vespa über den Motor hinweg heben.

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Ab in den 5 stock/Speicher und eingespannt

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Dann habe ich den Ventildeckel, Luftfilter, und den Variodeckel abgeschraubt.
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Dann das Varioblockierwerkzeug angesetzt und das somit blockierte Steuerkettenrad abgeschraubt.
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Die Variomatik abgemacht und mit einem Draht die ganzen Scheiben gegen vertauschen gesichert.
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Mit hilfe eines blockierwerkzeug die Kupplung abgeschraubt.
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Die Nockenwelle abgemacht und die Nocken begutachtet... keine Schleifspuren
also an einem Ölmangel lag es nicht das die Kurbelwelle defekt zu sein scheint.
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Dann das Ölfiltergehäuse abgemacht.
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Nun die schlimmste schraube an der ganzen ET4 ... die bekommt man nur mit einer Zange ab.
Vorher war da eine Schlüsselschraube (SW10) die hat man auch kaum abbekommen.
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Ölkühler oben lose geschraubt.
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Polrad mit hilfe des Varioblockierwerkzeuges (auf der anderen Seite) und einer Ratsche los geschraubt.
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Mit hilfe des Polradabzieher entfernt (vorher das feine Gewinde schön
sauber machen das der Abzieher weit rein geschraubt werden kann).
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Dann Ölkühler auch unten abgeschraubt. Achtung hier kommt noch etwas Öl heraus.
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Nun kann man den Ventilkopf abnehmen.
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Zylinder abnehmen und begutachten auf riefen …. bei mir eine einzige aber nicht tief
was man auf den Bildern nicht sieht aber der Kolben hat schon mehrere kleine...
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Beide Kolbenbolzenringe heraus … danach den Kolbenbolzen zu einer Seite heraus klopfen.
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Alles schrauben die beide Gehäusehälften zusammen halten entfernen.
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Und zum schluß noch die beiden Haupständerschrauben … denn
die halten die Gehäusehälften auch zusammen.
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Nun kann man mit einem Gummihammer die GH auseinander klopfen und die KW entnehmen.
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Die Dichtflächen säubert man am besten mit einem Stück Holz von alter
Dichtmasse ... nicht mit Metall kratzen.
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Nun habe ich das Hinterrad abgemacht .....
Den Deckel hinter der Vario lösen um an die Steuerketten zu kommen.
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[IMG]http://up.picr.de/3105053.jpg[/IMG
Ölwanne abschrauben um auch an die Ölpumpe zu kommen sowie die Kette.
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Die Kette bzw. Zahnrad einklemmen und schraube vom Zahnrad zu lösen.
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Hier die Ölpumpe...
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Sooooo erstmal Teile begutachten und bestellen.

Hier noch ein paar Fotos...

Motorgehäuse...
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Zylinder mit alter Kopdichtung von oben
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Zylinder von unten mit alter Fußdichtung
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Die 2 neuen Dichtungen für 35,80€
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Mein Eisen mit Loch drin und Bügel mit Gewinde drin angesetzt und mit Schraubzwingen befestigt.
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Eine M12er Gewindestange durch … vorher ein Paket Unterlegscheiben die so
groß sind wie das Lager drüber.
Mit Klebeband (Lila) fixiert.
Hinten 2 Muttern gekontert und mit einem Schraubenschlüssel Festgehalten.
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Vorne habe ich eine länger Mutter (Distanz-Mutter glaub ich) drauf das, das
Gewinde nicht druch leiert.
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Hier nochmal mein Eisen mit der Gewindestange und dem Unterlegscheiben
Paket

So weiter geht’s …
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Mit dem Heisluftföhn das Gehäuse knapp 10 min. erhitzt.
Dann das Lager aus dem Eisfach geholt .. 2 kleine Schläge und schon ist es
rein gefallen.

Aber vorher das erste richtige Problem wo alles scheitern hätte können.

Vor dem Erhitzen hatte ich die obere Gleitschiene noch abgeschraubt.
Ich erinnerte mich das vor 6000Km bei der letzten Motor Reparatur diese
Schraube sich schon
so komisch an gefühlt hatte beim anziehen.

Und bei abschrauben war es dann soweit … Gewinde (M6) im Eimer.
Siehe hier auf 11Uhr
Was nun ne andere Gehäusehälfte hätte ich noch da gehabt aber ich
entschloss mich zur Reparatur.

Und zwar habe ich ein M8 Gewinde hinein geschnitten.
Dann die Gleitschiene auf 10mm aufgebohrt. Eine M8er mal 20mm Schraube, und
von einer Aluminiumstange ein Stück abgeschnitten das die Gleitschiene
nicht eingeklemmt wird beim anziehen. Und hinten darf die Schraube nicht
heraus stehen sonst passt das Lagerhalterung auf der anderen Seite nicht dran.
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Siehe hier auf 3Uhr
Die Schraube schaut nicht heraus und ist mit ordentlich Flüssiger
Schrauben-Sicherung gesichert.
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So auf diesem Foto ist schon einiges gemacht.
Hier sieht man die befestigte Gleitschiene mit der M8 Schraube.
Das Lager mit Hilfe etwas Wärme in die andere Gehäusehälfte eingebaut
(dieses geht sehr leicht rein).
Die Kurbelwelle … die eine Gehäusehälfte mit Dichtmasse beschmiert und mit
den Schrauben die Gehäusehälften zusammen gezogen/schraubt.
Die Kette die, die Nockenwelle antreibt zuerst dann ne U-Scheibe.
Unten die Ölpumpe eingebaut und das Zahnrad mit der Kette eingebaut.
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So hier nun ne neue Zylinderfußdichtung (grün und diesmal 0,7mm dick).
Vorher war nur ne 0,4mm dicke drin. Die 0,7mm ist nicht so belastend für die KW-Lager.
Dann die 2 Kolbenringe und den Ölabstreifring schön unterschiedlich verteilt 120grad Abstände.
Den Zylinder etwas eingeölt und einen nach dem anderen Ring rein in den
Zylinder 4-5 min. mit Gefühl maximal. Zylinder mit einer Schraube seitlich fixieren (nicht fest ziehen).
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Hier ist schon die Zylinderkopfdichtung (Metall knapp 20€) und die Nockenwelle drauf.
Erst seitlich den Zylinderkopf und den Zylinder mit der Schrauben fixieren
(auch hier noch nicht fest ziehen). Dann Nockenwelle drauf und die
Schrauben über Kreuz mit 28-30Nm festziehen.
Jetzt die 2 seitlichen anziehen.
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Nun das Polrad auf die Linie bringen (Pfeil und kante am Gehäuse).
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Oben muss man die Nocken frei drehen (in Richtung Zylinder zeigend) und
dann die Kette mit dem Zahnrad auf die Nockenwelle … wenn die Striche nicht
exakt übereinstimmen dann muss man das Zahnrad von der Kette nehmen und um
ein oder mehrere Zähne versetzten bis die Striche exakt übereinstimmen (geht ganz einfach).
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Hier muss man das Nockenwellenzahnrad blockieren aber vorher etwas
schützendes unter legen sonst bekommt man von dem blockierenden Werkzeug
eine Macke im Zylinderkopf. (13NM festziehen)
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Sooooo Malör Nr.2
Der Kettenspanner war schon extrem fest beim abschrauben (Reinigung und
Überprüfung usw.)
Das Gewinde war im Eimer. Rep. Unmöglich. Ich hatte zum Glück einen anderen da.
Und zack war er drin/drauf.
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Hier sieht man den Deckel hinter der Vario.... diesen hatte ich vor kurzem erst ab.
Denn hier hatte meine ET4 Öl verloren aus der Dichtung und oder aus dem Simmerring.
Deshalb hab ich hier etwas Dichtmasse auf die Gummidichtung zusätzlich
(kann nicht schaden)
Warum ich zu den Gummidichtung immer nochmal gerne Dichtmasse auftrage ist folgende.
Ich hatte mir man eine Ölfiltergehäusedichtung beim Händler zu horrenden
Preisen geholt die nicht dicht war. Darauf hin mein Händler ich solle doch
etwas Dichtmasse zusätzlich nutzen.
Ich darauf hin na dann kann ich ja auch die alte weiter nutzen und dort Dichtmasse drauf machen.
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Unten sieht man das Blech vor der Ölpumpe und oben meine Dichtmasse auf die ich schwöre.
Nix Dirko oder so ein misst. Diese ist echt super (mal einer der super Tipps meines Freundlichen).
Zu meiner Dichtmassenspur erwarte ich KEINE Kommentare … es hat beim
letzten Motorspalten auch nix getropft … und diese ist auch schlecht … das gebe ich ja zu.
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Keine Ahnung wie man diese teil nennt … Ölfiltergehäuseträger? An den
Motorschrauben mit etwas Dichtmasse auf die große Gummidichtung geben …..

SOOOOOOOOOOO dieses war ein Fehler … später mehr.
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Natürlich dann einen neuen Ölfilter einbauen .. reinfolge nicht vertauschen.
Gummidichtung – Ölfilter – dann die Feder und erst dann den Deckel mit
etwas Dichtmasse (bei mir).
Diese war kein Fehler oder unnütze Arbeit.
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Wichtig .. erst diesen Distanzring auf die Hinterradwelle bevor man die Kupplung montiert (55-60NM).
Und den Antriebsriemen mit aufsetzen (Logo oder).

SOOOOOOOOOOO hier ist wieder ein Fehler im Bild … später mehr.
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Hier muss man erst den NEUEN Halbmondkeil in die Kurbelwelle einsetzen und
dann das Polrad drüber.
Dann eine Neue Mutter (wie eigentlich bei allen 3 wellen (Vario. Polrad. Kupplung.)
und mit 40-44NM anziehen. Polrad mit Werkzeug blockieren beim anziehen.
Bild
Hier stelle ich das Ein- und Auslass- Ventilspiel ein. (beide 0,15mm).
Mutter SW8 lösen und mit einer Zange das Ventilspiel einstellen dann die
Mutter (SW8) wieder zu drehen. Diese Arbeit mehrmals überprüfen.
SEHR SEHR Gewissenhaft machen oder lassen sonst kann der Motor kaputt gehen
bei Fahren.
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Sooooo Auflösung Nr1
Um die Plastik Motorgehäuseabdeckung (oben und rechts) drüber zu bekommen
muss man das Ölfilter samt Fuß abschrauben. 5Min. Später hatte ich es neu
angeschraubt mit etwas neuer Dichtmasse.
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Beim anschrauben des Ölkühler darauf achten das sich hinter allen 4
Schrauben eine Dichtung dahinter befindet … aber nur bei den 2
Ölfilterschrauben auch noch 2 davor.

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Am Polrad das Plastik Lüfterrad mit 3 neuen M5 mal 12mm
Kreuzschlitzschrauben und Federringen gefestigt die Schraube waren mal
nötig denn sie Leiern gerne mal aus … weil Bombenfest.
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Bild
Nach dem auch die 2 letzten Plastik Verkleidungen um dem Motor und Polrad
geschraubt worden sind.
Habe ich auch den Variogehäusedeckel drauf … und eben lachte mich ein Teil
neben mir auf der Ablage an.
Oh das kenne ich doch …. misst Variogehäusedeckel und Variomatik noch mal ab …
Bild
Ich hatte das Anlasserfreilauf dingens vergessen (diese bekommt man nur
rein wenn man die Variomatik ab hat. 8Min. War auch das letzten Teil drin.

Oh schon 01:40Uhr ????
da hab ich doch wirklich 7 Stunden geschraubt … egal.
Nächsten Tag noch knapp 2 Stunden für den Motor einbau
und die Vespa lief wieder wie am ersten Tag.

Ich bin heute schon knapp 20Km gefahren .... alles bestens :genau:


Kosten:
159€ Für die Kurbelwelle bei Scooter Center Köln (Sonderbestellung da nicht im Programm)
40€ inkl. Porto für die 2 KW-Lager und die 2 Simmerringe über ebay (bei rollershop.de)
38€ für Zylinderkopf- und Fuß- Dichtung beim Vespahändler (es geht auch etwas günstiger)
15€ für kleinteile (Dichtmasse, Schraubensicherung, usw.)
15€ für Buch: Schneider HansJ. (EN 9783768857871) Das Buch ist ein muss (würde ich sagen)
___________
267€ Gesamt

Ich hoffe das ich jedem der es selbst machen will helfen konnte.
Bei fragen entweder das Buch Kaufen (das erklärt eigentlich alles) oder
mich fragen.

Gruß Da-Steppes


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